Moin zusammen,
ich habe heute bei meinem Kombiinstrument was interessantes beobachten können: Meine Verbrauchsanzeige spinnte etwas, sie bewegte sich selten und nur in größeren Sprüngen - als wenn die Nadel klemmt. Irgendwann während der Fahrt zuckte aber die Temperaturanzeige etwas hin und her und die Verbrauchsanzeige lief wieder einwandfrei. Die Temperaturanzeige hat eine starke Tendenz, recht nierdig zu stehen, auf dem ersten weißen Strich - aber manchmal eben auch kurz vor mittlerem Strich.
Ein weiteres Zappeln der Tempanzeige war nach diesem Event vorhin nicht mehr zu beobachten, auch die Verbrauchsanzeige lief einwandfrei.
Was ich mich jetzt frage, ist das ein Masseprblem ? Nutzen Verbrauchsanzeige und Temperaturanzeige die selbe Masse ? Führt ein Masseproblem dazu, dass die Tempanzeige zu wenig anzeigt ?
Gruß
schumi
Kombiinstrument DZm und Temperaturanzeige
Andreas Schneider
, Freitag, 24.04.2026, 07:56 (vor 15 Tagen) @ schumi
Hi,
die Si-Platine (mit der VBA) und die Temperaturanzeige verwenden beide die Masse die an blau 20 ankommt.
Allerdings reagiert die Temperaturanzeige erheblich empfindlicher auf Masseprobleme als die Elektronik der Chips.
Beide Anzeige verwenden auch das gleich Plus-Signal.
Da die Anzeige vom Verbrauch aber von einem Chip erst errechnet wird und das Ergebnis im Chip
künstlich geglättet wird, werden kurze Aussetzer meist nicht sichtbar.
Die Tempanzeige ist ein ungedämpftes Drehspulinstrument, welches auf Änderungen im Millivolt-Bereich sichtbar reagiert.
Es kann schon genügen, dass die Plusleitung beim Blinken minimal belastet wird und das Instrument so im Takt vom Blinker zuckt.
Die Verbindung zum Instrument auf der Masseseite ist auf der großen Platine eindeutig zu schwach ausgeführt.
Wenn man z.B. von der Tankanzeige hinten auf die Messingschraube eine Verbindung zur Messingschraube der Tempanzeige legt,
dann ist die Tempanzeige sofort stabil.
Neben kalten Lötstellen die sowas auch verursachen können, korrodiert der mittlere Anschluß der Tempanzeige gerne auf der Platine.
Ursache: 2 verschiedene Metalle, Stromfluß und Luftfeuchtigkeit, 30 Jahr Geduld....
Ein Zucken der VBA kann schon mal vorkommen wenn der Chip unklare Signale bekommt und nicht sofort richtig rechnet.
Gruß
Andi
--
Reparaturen von Kombiinstrumenten - E23 - E24 - E28 - E30
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Kombiinstrument DZm und Temperaturanzeige
schumi
, Dienstag, 28.04.2026, 12:49 (vor 11 Tagen) @ Andreas Schneider
Hi,
die Si-Platine (mit der VBA) und die Temperaturanzeige verwenden beide die Masse die an blau 20 ankommt.
Allerdings reagiert die Temperaturanzeige erheblich empfindlicher auf Masseprobleme als die Elektronik der Chips.Beide Anzeige verwenden auch das gleich Plus-Signal.
Da die Anzeige vom Verbrauch aber von einem Chip erst errechnet wird und das Ergebnis im Chip
künstlich geglättet wird, werden kurze Aussetzer meist nicht sichtbar.
Die Tempanzeige ist ein ungedämpftes Drehspulinstrument, welches auf Änderungen im Millivolt-Bereich sichtbar reagiert.
Es kann schon genügen, dass die Plusleitung beim Blinken minimal belastet wird und das Instrument so im Takt vom Blinker zuckt.Die Verbindung zum Instrument auf der Masseseite ist auf der großen Platine eindeutig zu schwach ausgeführt.
Wenn man z.B. von der Tankanzeige hinten auf die Messingschraube eine Verbindung zur Messingschraube der Tempanzeige legt,
dann ist die Tempanzeige sofort stabil.
Neben kalten Lötstellen die sowas auch verursachen können, korrodiert der mittlere Anschluß der Tempanzeige gerne auf der Platine.
Ursache: 2 verschiedene Metalle, Stromfluß und Luftfeuchtigkeit, 30 Jahr Geduld....Ein Zucken der VBA kann schon mal vorkommen wenn der Chip unklare Signale bekommt und nicht sofort richtig rechnet.
Gruß
Andi
Danke, Andreas für die hilfreichen Informationen. Ich bin dem am Wocheende mal nachgegangen, denn meine Temperaturanzeige ist immer noch sehr spannend. Die Verbrauchsanzeige läuft mittlerweile wieder ganz normal. Was auch immer das war.
Zur Temperaturanzeige - sie zeigt zu wenig an und hat einen Trend, dass je länger und öfter ich fahre, desto weniger wird es. Am Montag, nachdem ich das am Sonntag evaluiert hatte, startete sie auf kurz vor Mitte (nach Erwärmen des Motors), abends auf der Rückfahrt war sie wieder knapp über Strich 1.
Was ich gecheckt/herausgefunden habe:
- Der Temperatursensor im Motor misst richtig. Seine Widerstandswerte decken sich mit den Sollwerten und stimmen auch überein mit dem, was die Motronik misst. Beispiel: Wenn der Motor betriebswarm ist, misst die Motronik 250R und der Fühler für die Temp.-Anzeige hat 60R. Das passt also.
- Die Leitung vom Sensor zum Kombiinstrument passt auch. Ich messe am blauen Stecker den selben Wert wie am Sensor, also die 60R würde ich am blauen Stecker auch messen. Ein Übergangsproblem am "Einspritzleistenstecker" oder Motor-Fahrzeug-Stecker kann ich damit ausschließen.
- Die Temp.-anzeige hat sich nicht verändert, wenn ich die Schraube hinten (die fest war) auf Masse gelegt hatte. Sie zeigte konsequent zu wenig an.
- Eine andere Temp.-anzeige in einem anderen Kombiinstrument zeigte auch das gleiche "Zuwenig" an. Also konsistenter Mist.
- Die Leiterbahn vom Stecker zum Anzeigeinstrument hatte auch keinen erkennbaren Widerstand (0,1R). Das Instrument wird plusseitig im Betrieb mit 5,5V gegen Zigarettenanzündermasse und 5,3V gegen eigene Masse (Schraube des Instruments) versorgt. Ist wahrscheinlich gut so.
- Lege ich das Kabel am Tempsensor auf Masse, dann zeigt die Anzeige dennoch brav vollen Rechtsausschlag, also superheiß - so wie es zu erwarten ist.
Ich habe dennoch mal die Masse von der Temp.-anzeige wie du sagtest mit der Tankanzeige verbunden. Dachte, weil am nächsten Tag die Anzeige da war, wo sie sein sollte, es wäre magisch alles gut geworden, aber auf der Rückfahrt von der Arbeit war es wieder zu niedrig.
Was kann das sein, unter all diesen Tests, was bleibt da noch ? Könnte die Versorgungsspannung über die Zeit schwanken/schwinden ? Ich hab die 5,5V ja nur kurzzeitig gemessen, nicht länger im Betrieb.
Danke für Hinweise
schumi
Kombiinstrument DZm und Temperaturanzeige
Andreas Schneider
, Dienstag, 28.04.2026, 18:16 (vor 10 Tagen) @ schumi
Hi Schumi,
Was ich gecheckt/herausgefunden habe:
[*] Der Temperatursensor im Motor misst richtig. Seine Widerstandswerte decken sich mit den Sollwerten und stimmen auch überein mit dem, was die Motronik misst. Beispiel: Wenn der Motor betriebswarm ist, misst die Motronik 250R und der Fühler für die Temp.-Anzeige hat 60R. Das passt also.
alles was ich dazu gefunden habe passt zu Deiner Messung.
Der Sensor müsste ein VDO Typ sein, VDO-Artikelnummer: 323-803-001-022D.
Davon hab ich die Daten: 60 Ohm sind 85 C°.
[*] Die Leitung vom Sensor zum Kombiinstrument passt auch.
gut
[*] Eine andere Temp.-anzeige in einem anderen Kombiinstrument zeigte auch das gleiche "Zuwenig" an. Also konsistenter Mist.
[*] Die Leiterbahn vom Stecker zum Anzeigeinstrument hatte auch keinen erkennbaren Widerstand (0,1R). Das Instrument wird plusseitig im Betrieb mit 5,5V gegen Zigarettenanzündermasse und 5,3V gegen eigene Masse (Schraube des Instruments) versorgt. Ist wahrscheinlich gut so.
die Spannung wird über einen Vorwiderstand von 12 auf die 5V runtergeteilt.
Sollte also passen.
[*] Lege ich das Kabel am Tempsensor auf Masse, dann zeigt die Anzeige dennoch brav vollen Rechtsausschlag, also superheiß - so wie es zu erwarten ist.
Instrument reagiert also normal
Du bist also einmal alles durch, ich würde bei betriebswarmem Motor die Nadel auf die Mitte stellen und gut is.
Nur wenn das Instrument mit Licht an/aus oder mit dem Blinker zuckt, würde ich das
Kombi (also die große Platine und das Instrument) mal überarbeiten.
Gruß
Andi
--
Reparaturen von Kombiinstrumenten - E23 - E24 - E28 - E30
https://forum.6ercoupe.de/
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Kombiinstrument DZm und Temperaturanzeige
schumi
, Mittwoch, 29.04.2026, 18:41 (vor 9 Tagen) @ Andreas Schneider
Instrument reagiert also normal
Du bist also einmal alles durch, ich würde bei betriebswarmem Motor die Nadel auf die Mitte stellen und gut is.
Nur wenn das Instrument mit Licht an/aus oder mit dem Blinker zuckt, würde ich das
Kombi (also die große Platine und das Instrument) mal überarbeiten.Gruß
Andi
Wenn ich das jetzt tue und die Anzeige weiterhin noch weniger anzeigt oder mal spontan wieder den richtigen Wert, wie Montag morgen, dann zeigt sie aber auch wieder falsch an.
Irgendwo ist da noch irgendwas, denn Montag morgen zur Arbeit war die Anzeige gut. Dann abends zurück war sie zu niedrig - obwohl ich nur gefahren bin. Das verstehe ich noch nicht...
Gruß
schumi
Kombiinstrument DZm und Temperaturanzeige
Andreas Schneider
, Mittwoch, 29.04.2026, 20:14 (vor 9 Tagen) @ schumi
Hi,
Irgendwo ist da noch irgendwas, denn Montag morgen zur Arbeit war die Anzeige gut. Dann abends zurück war sie zu niedrig - obwohl ich nur gefahren bin. Das verstehe ich noch nicht...
da würde ich mir einen Widerstand anstatt des Gebers ranmachen und dann fahren.
Mit einem festen Widerstand muss die Anzeige ja auch stabil bleiben.
Mit diesem Test hast Du dann geklärt, ob es der Geber oder das Kombi ist.
Ohne das "Problem" zu zerlegen wirst Du nicht weiterkommen.
Gruß
Andi
--
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